Warum ich Mediatorin geworden bin
Mehr als zehn Jahre habe ich als Rechtsanwältin gearbeitet. Ich habe gesehen, was Verfahren leisten können — und was sie zerstören: Zeit, Geld und fast immer die Beziehung zwischen den Beteiligten. Viele dieser Konflikte hätten früher, leiser und dauerhafter gelöst werden können.
Danach habe ich die Seite gewechselt: Jahre in der HR- und Rechtsabteilung eines Unternehmens haben mir gezeigt, wie Konflikte dort wirklich entstehen — selten aus bösem Willen, fast immer aus unklaren Rollen, gestauten Erwartungen und Gesprächen, die zu lange nicht geführt wurden.
Seit vielen Jahren arbeite ich als Mediatorin. Heute führe ich die Gespräche, die im Alltag nicht mehr möglich sind — mit der rechtlichen Tiefe der Juristin, dem Innenblick der HR-Verantwortlichen und der Haltung der Mediatorin: allen Beteiligten gleichermaßen verpflichtet. Dabei sind mir Wertschätzung, Vertraulichkeit und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe besonders wichtig.